Picknick auf der Kanzel

Wir beginnen die Wanderung mit der Nr. 2-4 („Bandlkramer-Nostalgie“) aus unserem neuen Buch „Wandern im Waldviertel“ im Zentrum der Stadtgemeinde Groß-Siegharts. Von dort aus halten wir auf den schattigen Schlosspark zu und steigen über ein paar Stufen hinauf zum Schlossplatz, wo wir – wenn genug Zeit ist –  das Schloss des Ortes samt Kapelle, das Sparkassenmuseum und andere Sehenswürdigkeiten besichtigen können. Danach geht es wieder in den Park, an den Tennisplätzen vorbei und über Mühlgasse und Hamerlingstraße bis zur Raabser Straße, die wir überqueren. Der Weg setzt sich durch die Schwabengasse fort, wo wir nicht nur einen ersten Wanderhinweis („Predigtstuhlweg“), sondern auch eine Infotafel finden, die uns über die Bedeutung dieses Viertels aufklärt: Hier siedelten sich um das Jahr 1720 schwäbische, sächsische und mährische Fachleute der Baumwollspinnerei an, die später nach einem Erlass von Kaiser Joseph II. ihre Waren selbst verkaufen durften – als „Bandlkramer“. Zur Erinnerung an diesen besonderen Berufszweig wurde in Groß-Siegharts auch eine Bandlkramer-Statue aufgestellt (Bild unten), an der wir zu Beginn der Wanderung schon vorbeigekommen sind.

Nun geht es weiter durch den Ort bergauf, an der Kapelle Waldreichs vorbei und durch Waldreichs, dessen Ortsende wir schließlich in der Waldgasse erreichen. Haben wir das verbaute Gebiet verlassen, so erwartet uns am Waldeingang ein altes Wanderschild, das uns auf unser erstes Ziel, den Predigtstuhl, hinweist.

Auf Forststraßen und -wegen gelangen wir über den Sattelpunkt Satzling weiterhin bergan zu einer Abzweigung, wo der gelbe Pfeil „Predigtstuhlwanderung Nr. 20“ gegen unsere Richtung weist. Hier biegen wir rechts ab und gehen ein Stück sanft bergab weiter.

Nach etwa 500 m kommen wir zu einer weiteren Wegteilung und halten uns hier links bergwärts. So steigen wir durch aufgelockerten Wald zwischen Steinblöcken zum Gipfel des 718 m hohen Predigtstuhls mit seiner „Kanzel“. Dort können wir bei einem Picknicktisch Rast machen und uns ins Gipfelbuch eintragen.

Wir verlassen dann den Gipfel, gehen zuerst Richtung „Bründkapelle 40 Min.“ und vollenden anschließend die Runde, die uns zum Satzling zurückführt. Wie es von dort aus weitergeht, erfahren Sie in unserem bereits erwähnten Wanderbuch. Jedenfalls: Wir bleiben über weite Strecken im Wald, wenn es auch einzelne kurze Passagen gibt, wo sich die Holzfäller aufs Grauenhafteste ausgetobt und wahre Mondlandschaften hinterlassen haben …

Auf dem Weg nach Waidhofen an der Thaya (Endpunkt dieser Wanderung und einer der sieben Ausgangspunkte für Waldviertel-Wanderer, die wir in unserem Werk beschrieben haben) kommen wir auch am Ulreichs-Gedenkstein vorbei, der an einen aufgegebenen Ort erinnert, wie es sie im Waldviertel häufig gibt. Näheres dazu finden Sie ebenfalls in unserem Buch.

Kurz danach erreichen wir die Bründlkapelle (Bild unten), über die es demnächst auf diesen Seiten etwas mehr zu lesen geben wird. Den Rest der Strecke nach Waidhofen … naja, Sie wissen schon. (ph)


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