Rettende Oase

Das Photo auf der Übersichtsseite zeigt die Steinformationen am Stierberg. Er ist eines der Teilziele der Route 1-6 („Am Kleinen Semmering“) aus unserem neuen Buch „Wandern im Waldviertel“, die vom Ausgangspunkt Gmünd zu erreichen ist.
Von dort geht es mit der Waldviertelbahn, die heuer von 2. Mai bis 1. November verkehrt (den Fahrplan finden Sie hier) zur Station Langschlag, wo uns gleich beim Aussteigen der direkt am Bahnhof gelegene „Langschläger Spezialitätenladen“) und ein sehenswertes kleines Bahnmuseum – auf untenstehenden Bild der Waggon links von der Zuggarnitur – erwarten. Haben wir uns dort alles angeschaut und im Geschäft vielleicht noch etwas Proviant erworben, geht die Wanderung los.

Wir spaziern ein Stück durch den Ort und überqueren dabei die noch junge Zwettl, bevor wir in die Kasbacher Straße einbiegen und diese dann über freies Feld bergauf schreiten – etwa 1.300 Meter weit. Dann sehen wir links die Abzweigung zum Steinwanderweg und folgen der Tafel „Kamelstein – Opferstein 15 Min.“, die uns in den Wald hinaufweist.

So sieht der Opferstein aus … man könnte wirklich glauben, dass die Aushöhlung in diesem Felsblock künstlich entstanden ist:

Von hier aus geht es zurück zur vorigen Abzweigung und weiter über den Ortsflecken Schmerbach, nach dem wir auf den Mutter-Kind-Stein (siehe unten) treffen, den wir sogar offiziell erklettern dürfen.

Nur ein Stück weiter auf unserer Route sehen wir rechts oberhalb des Weges die schwarze Madonna (à la Tschenstochau) beim Augenbründl, der wir ebenfalls einen Besuch abstatten können. Und wer mit den Augen zu tun hat, benetzt selbige hier gleich mit dem heilenden Wasser.

Die wundersame Behandlung zahlt sich aus, weil wir unweit des Bründls im Wald auf einen besonderen Anblick stoßen: die sogenannte Teufelsmühle. Hier soll der Gottseibeiuns der Sage nach aus lauter Zorn einmal ein paar Steine in den Elexenbach geworfen haben, die sich noch heute pittoresk vor uns ausbreiten.

Nach diesem Naturschauspiel beschreiten wir den eingangs erwähnten Stierberg, wo wir eine eventuell mitgebrachte Jause einnehmen können, und marschieren dann in die Ortschaft Bruderndorf hinunter. Und hier, liebe Leser- und innenInnen, erwartet uns ein absoluter Höhepunkt auf dieser doch 17,5 km langen Wanderung, wo sich nur ganz am Anfang und fast gegen Ende Einkehrmöglichkeiten bieten. Da hat doch tatsächlich ein freundlicher Einheimischer der dürstenden Stadtmenschen gedacht und in einer Hütte eine „Radfahrer- und Wanderoase“ eingerichtet, wo man sich im Selbstbedienungsverfahren mit kühlen Erfrischungsgetränken versorgen kann. Das Geld dafür hinterlässt man in der Kassa am Tisch daneben – der Besitzer des Kühlschranks vertraut Ihnen, und wir tun das auch (also enttäuschen Sie uns nicht!).

Wie es dann genau weitergeht auf dieser beschaulichen und nur auf kurzen Teilstücken ein wenig anstrengenden Wanderung, das können Sie – wie erwähnt – unserem Buch „Wandern im Waldviertel“ entnehmen. Den herrlichen „Waldviertelblick“ (Photo unten) über die Gleise der Bahn hinweg wollen wir Ihnen hier trotzdem nicht vorenthalten.

Erwähnt sei an dieser Stelle auch noch, dass wir vor dem Ende der Strecke noch die Kurgemeinde Bad Großpertholz erreichen. Wenn noch Zeit ist, bevor der letzte Zug oder Bus abfährt, sollte man sie nutzen und sich hier ein wenig umsehen oder eines der Gasthäuser des Ortes frequentieren.

Ja – und dann geht es zurück zur Waldviertelbahn, die uns (mit dem nötigen Nostalgiegefühl) zurück nach Gmünd bringt. Was es mit dieser Schmalspurbahn und dem Kleinen Semmering auf sich hat, das erfahren Sie demnächst auf den Seiten unseres Blogs. Und jetzt auf nach Langschlag! (ph)


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